Geschichte

Die Neugründung im Jahre 1956

Rund 100 Schöppinger Bürger vom Obertor, der oberen Haupt- und Lindenstraße, der Siedlung sowie der Bauernschaft Ebbinghoff versammelten sich 1956 in der Gaststätte Viefhues-Schlattmann zur Gründung der Schützenbruderschaft. Gerhard Nollmann, Leiter der Interessentengemeinschaft „Neuer Schützenverein“, leitete durch die erste Versammlung und verwies angesichts des zahlreich erschienenen Publikums auf das große Interesse im Orte an einem zweiten Schützenverein, den man „Schützenbruderschaft Schöppingen“ taufte. Der Landwirt Anton Hüntemann von der Hauptstraße 8 wurde alsdann zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die erste Satzung nannte als vorderste Aufgabe des neugegründeten Vereins die Förderung der gegenseitigen Achtung, Freundschaft und des Zusammenhaltens. „Äußeres Ausdruck dieses Anliegens soll das jährlich zu feiernde Schützenfest sein“, hieß es dort weiter. Man unterschied in der Mitgliedschaft zwischen aktiven und ehrenamtlichen Mitgliedern. Jeder Bürger konnte, sofern er „im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte“ war, der Schützenbruderschaft beitreten. Kleine Eingrenzung: „Es ist den Mitgliedern unmöglich, im eigenen Verein zwei Ehrenämter zu haben und auch darf kein Mitglied, das im neugegründeten Verein ein Ehrenamt hat, in einem anderen Schützenverein irgendein Ehrenamt inne haben“. Fünf Mark waren 1956 als Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Am 1. Juli 1956 versammelten sich die 106 Mannen der Schützenbruderschaft zu ihrem ersten Schützenfest. „Eine überwältigende Mehrheit entschied sich für ein zweitägiges Fest“, liest man in der Chronik.