{"id":365,"date":"2006-06-17T16:29:10","date_gmt":"2006-06-17T14:29:10","guid":{"rendered":"http:\/\/peterundpaul.com\/?p=365"},"modified":"2018-06-08T16:31:37","modified_gmt":"2018-06-08T14:31:37","slug":"50-jahre-jung-mit-410-mitgliedern-auf-platz-drei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peterundpaul.com\/?p=365","title":{"rendered":"50 Jahre jung, mit 410 Mitgliedern auf Platz drei"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ppingen. Der Heimat fest verbunden, im Glauben tief verwurzelt und der Pflege regionalen Brauchtums verpflichtet diese Leitlinien hatten die 106 Gr\u00fcndungsmitglieder der Sch\u00fctzenbruderschaft St. <b>Peter<\/b> und St. <b>Paul<\/b> 1956 fest vor Augen, als sie nach einem \u00fcber zwei Jahrhunderte w\u00e4hrenden Dornr\u00f6schenschlaf den Verein im Obertor, dessen Erstgr\u00fcndung auf das Jahr 1765 datiert, wieder ins Leben riefen. Grunds\u00e4tze, die auch heute noch uneingeschr\u00e4nkt gelten und die die Sch\u00fctzen beim Jubil\u00e4umssch\u00fctzenfest der 50-j\u00e4hrigen Wiederkehr der Neugr\u00fcndung nach dem Krieg zum Ausdruck bringen wollen.<br \/>\nZum gro\u00dfen Kommersabend mit Zapfenstreich am 30. Juni (Freitag) erwartet die Bruderschaft zahlreiche G\u00e4ste im Festzelt auf dem M\u00fchlenwall. Es schlie\u00dft sich der sich steigender Beliebtheit erfreuende Seniorennachmittag an selbiger Stelle am 1. Juli ab 14.30 Uhr an. Einen Tag sp\u00e4ter findet der H\u00f6hepunkt der Feierlichkeiten im Obertor statt: das Jubil\u00e4umssch\u00fctzenfest auf dem Hof Pohlkemper. Dort werden die Nachfolger des amtierenden Regentenpaares R\u00fcdiger Kremser und Waltraud Haase ermittelt.<br \/>\nSchon seit Ende des vergangenen Jahres ist der Festausschuss unter Leitung von Hauptmann Dieter Hermes mit der Vorbereitung des Jubil\u00e4ums besch\u00e4ftigt. Dem Gremium geh\u00f6ren neben ihm Vorsitzender Rainer Wilming, dessen Stellvertreter Heiner Elfring, Kassierer Martin Rehring, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Helmut M\u00f6llenkotte, Ehrenvorsitzender Bernhard H\u00f6tker sowie die Ehrenvorstandsmitglieder Hermann Frenkert und Heinrich Rehring an. Indes: So umfangreich sich diese auch darstellen, die Erstellung einer Festschrift ist damit vorerst noch nicht verbunden. Die Aufarbeitung der langen Vereinsgeschichte haben sich die Sch\u00fctzen f\u00fcr ihr gro\u00dfes Jubil\u00e4um, das 250-j\u00e4hrige Bestehen, auf die Fahnen geschrieben. Aus Anlass des bevorstehenden kleinen Jubil\u00e4ums werfen die WN schon vorab einen Blick zur\u00fcck. In der heutigen Folge wird die Anfangszeit der Bruderschaft beleuchtet.<br \/>\n410 Mitglieder, davon viele unter 30 Jahre, z\u00e4hlt die Sch\u00fctzenbruderschaft im Jubil\u00e4umsjahr &#8211; damit steht sie in der Reihe der mitgliederst\u00e4rksten Vereine in der Vechtegemeinde nach der kfd und dem ASC immerhin an dritter Stelle. Eine Entwicklung, von der die Gr\u00fcndungsv\u00e4ter in den 50er Jahren wohl nicht zu tr\u00e4umen gewagt hatten. Die Motivation der Wiederbelebung erfolgte seinerzeit auch aus der offenbar schon seit l\u00e4ngerem bestehenden Rivalit\u00e4t der B\u00fcrger des Obertores zu denen der \u00fcbrigen Stadt. \u00dcber Jahre schoss man oftmals widerwillig beim B\u00fcrgersch\u00fctzenverein von 1720 mit, nahm den langen Marschweg bis zur Vogelstange bei Woestmann in Kauf. 1956 aber war man dieser Situation dann endg\u00fcltig \u00fcberdr\u00fcssig: Unter F\u00fchrung von Gerhard Nollmann, Leiter der extra gegr\u00fcndeten Interessengemeinschaft Neuer Sch\u00fctzenverein, wurde in der Gastst\u00e4tte Viefhues-Schlattmann ein eigener Verein im Obertor aus der Taufe gehoben, den man zun\u00e4chst Sch\u00fctzenbruderschaft Sch\u00f6ppingen nannte. Zum ersten Vorsitzenden bestimmte die Versammlung den Landwirt Antonius H\u00fcntemann, der wenig sp\u00e4ter beim Premierensch\u00fctzenfest Sch\u00fctzenk\u00f6nig wurde. Die erste Satzung nannte als vorderste Aufgabe des neugegr\u00fcndeten Vereins die F\u00f6rderung der gegenseitigen Achtung, Freundschaft und des gegenseitigen Zusammenhalts.<br \/>\n\u00c4hnliche Ziele wenn auch sprachlich anders ausgedr\u00fcckt hatten die B\u00fcrger des mittelalterlichen Sch\u00f6ppingen, die den Vorg\u00e4ngerverein 1765 gr\u00fcndeten. Im Pfarrarchiv der Brictiusgemeinde existiert das Original einer Bittschrift an den F\u00fcrstbischof von M\u00fcnster, Max Friedrich, in der B\u00fcrger darum bitten, die im St\u00e4dtchen Sch\u00f6ppingen zur Ehre Gottes, zum Trost der armen Seelen der verstorbenen Mitglieder und zur Erbauung des Volkes gegr\u00fcndete Bruderschaft unter dem Schutz und der F\u00fcrsprache der Apostel Petrus und <b>Paul<\/b>us zu best\u00e4tigen. Offenbar zeigte sich der F\u00fcrstbischof, auch Kurf\u00fcrst von K\u00f6ln und damit einflussreicher weltlicher Herrscher, angetan von dem Vorhaben der Sch\u00f6ppinger, denn wenig sp\u00e4ter gab er dem Wunsch in einem Antwortschreiben statt. Die junge Bruderschaft nahm in den Folgejahrzehnten eine gute Entwicklung.<br \/>\nDann aber lie\u00df, wie es in einer Chronik hei\u00dft, Anfang des 19. Jahrhunderts der Zuspruch aus verschiedenen Gr\u00fcnden nach. Ganz zum Erliegen kam das Vereinsleben, als 1852 der Pr\u00e4ses verstarb. Die geistige F\u00fchrung spielte seinerzeit eine gro\u00dfe Rolle in der Bruderschaft. Trotz einer Bittschrift an den Bischof, doch einen Nachfolger zu benennen, fand sich dieser nicht der Anfang vom vorl\u00e4ufigen Ende war besiegelt . . .<\/p>\n<p>17.06.2006 \u00a0|\u00a0 Quelle: Westf\u00e4lische Nachrichten (Sch\u00f6ppingen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ppingen. 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